Um Zykloidengetriebe mit guten Laufeigenschaften und mit einer hohen Tragfähigkeit zu erhalten, ist bei der Herstellung der Verzahnungen und der Grundkörper eine besondere Präzision erforderlich. Es gilt, den Fußkreis der Verzahnung in sehr engen Toleranzen von wenigen Mikrometern zu halten. Zusätzlich müssen die Referenzflächen extrem genau zur Verzahnung laufen. Prinzipbedingt handelt es sich bei den Referenzflächen entweder um eine Zentralbohrung oder um drei sternförmig im Grundkörper angeordnete Referenzbohrungen, die sogenannten „cam bores“. Da sich die hohen Genauigkeiten mit standardmäßig am Markt erhältlichen Werkzeugmaschinen und typischen Bearbeitungsfolgen nicht einhalten lassen, werden die Bauteile vermessen und entsprechend ihrer Toleranzlage miteinander gepaart. Das bedeutet hohe Zusatzkosten und einen enormen logistischen Aufwand in Produktion und Montage. Klingelnberg hat mit der VIPER 500 MFM erstmals eine Maschine entwickelt, mit der die Einhaltung dieser engen Toleranzen für viele Anwendungen möglich ist.
Die Herstellung von Verzahnungen ist heute nicht allein auf Verzahnmaschinen beschränkt. Auch Bearbeitungszentren sind heute fähig, Verzahnungen herzustellen. Mit der TM 65 beschreitet Klingelnberg einen neuen Weg, um Zahnräder komplett zu bearbeiten. Dabei knüpft die Vorgehensweise an das Klingelnberg Closed Loop-Verfahren an. Die Herstellung der mit KIMoS (Klingelnberg Integrated Manufacturing of Spiral Bevel Gears) ausgelegten Kegelrad-Verzahnung erfolgt prozesssicher auf Basis eines virtuellen Zwillings. Damit steht Technologie Know-how für die Automobilindustrie auch für die Kleinserie zur Verfügung.
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